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Corona, Studioumbau und wie geht’s weiter?

 

Es geht also langsam wieder los. Nach wochenlangem Stillstand scheint die Welt wieder Fahrt aufzunehmen, jede Woche bringt neue Lockerungen und neue, alte Freiheiten.

Wie die meisten Menschen in diesen Zeiten, wusste ich am Anfang der Krise nicht so recht, was ich mit diesem neuen Zustand anfangen soll. Da ich keine Virologin, Ärztin, Statistikerin oder Politikerin bin, blieb mir ja auch nichts anderes übrig als mich so gut es ging an die neue Situation anzupassen.

 

Meine erste Jahreshälfte von 2020 war sowieso recht bescheiden, erst lag ich im Januar mit einer fetten Bronchitis flach, danach hatte ich wochenlang einen super schmerzhaften Muskelfaserriss und dann einen fließenden Übergang in die Corona-Zeit. Alle meine Urlaubspläne sind dahin und alle beruflichen Pläne für dieses Jahr haben sich komplett aufgelöst. So weit, so schlecht!

Nun bin ich ja per se kein Mensch, der lange Angst oder schlechte Laune hat und beim Jammern fühle ich mich auch nicht wohl. So stand für mich von Anfang an fest, ich werde die Zeit nützen um mich neu aufzustellen. Trotz Krise bin ich sehr privilegiert, wir sind alle gesund, die Kinder schon recht groß , wir haben viel Platz und trotz Homeoffice und Homeschooling gingen wir uns eigentlich nicht auf die Nerven. Alle meine Familienmitglieder den ganzen Tag um mich herum zu haben, war entspannter als gedacht und von Langeweile waren wir ganz weit entfernt. 

Ich genoss die Zeit ohne Schulstress, ohne morgendlichen Druck pünktlich zu sein und die Hektik des Alltags. Wir hatte viele schöne Abende beim gemeinsamen Essen (was vor Corona eine Seltenheit war) und stundenlangen Filme schauen ohne schlechten Gewissen. Und ich hatte endlich Zeit mein Studio umzubauen und aufzuhübschen.

Da es bei mir zuhause eher praktisch und bei der Anzahl der Familienmitglieder eher chaotisch ist, wollte ich das Studio hell und feminin haben. Es sollte sich nicht wie ein Büro anfühlen sondern eher wie eine gemütliche Wohnung.

Ich bin eine passionierte Sammlerin und das sollte sich im Studio wiederspiegeln. Hier sollten all die unzähligen Dinge, die ich über Jahre auf Reisen und auf Flohmärkten gesammelt habe, ihren Platz finden.

Und damit all diese Dinge gut zur Geltung kommen, brauchte ich eine ruhige Bühne, die ich nach Lust und Laune umdekorieren kann. Weiß ist die vorherrschende Farbe der Möbel und mit neuen Kissen, Blumen und selbstgemalten Bildern sah der Raum schon ganz anders aus.

Meinen großen Tisch habe ich behalten obwohl ich lange über einen neuen, runden Tisch nachgedacht habe. Aber hier hat die Praktikerin, die ich ganz selten bin, gesiegt. Ich brauche einfach einen großen Tisch der funktional ist und an dem ich mich ausbreiten kann. Und er sollte am Fenster stehen damit ich in den wunderschönen Garten schauen kann. Hier entstehen meine meisten Pläne und hier werden hoffentlich bald auch wieder viele gemütliche Abende mit Freunden stattfinden.

 

Da bei mir das kreative Denken nie aufhört, verwachsen private Bereiche mit dem Geschäftsbereich und alles was ich sehe, anfasse oder spüre fließt in neue Inspirationen ein. Nichts ist für mich entspannter als eine schöne Umgebung, die Sicht auf schöne Dinge und Raum fürs Arbeiten, Kreativität, Kunst und Menschen. Mein Zuhause ist da wo meine Familie ist aber im Studio fällt der Alltag von mir ab und ich fühle mich ganz leicht und ruhig. Es ist wie Urlaub!

 

Ich würde euch gerne erzählen, wie es bei mir weitergeht, ich kann es leider nicht. Ich weiß es einfach nicht. Gerade stecke ich noch im Planungsprozess. Ich überlege, verwerfe, fange neu an. Ich lerne jeden Tag aufs Neue, beschäftige mich Sachen von den ich keine Ahnung habe und vieles davon ist nicht so spassig sondern halt eben Arbeit. Mir raucht 20x am Tag der Kopf aber meine Ärmel sind ganz weit nach oben gekrempelt und ich werde mich schon irgendwie durchkämpfen. 

Wollt ihr wissen was in meinem Kopf vorgeht? Kleine Kostprobe vielleicht? Okay aber nur eine kleine, ich will euch nicht gleich mit meinen ganzen Hirn überfordern:

  • kann ich einen Podcast machen obwohl ich furchtbar schwäble?
  • wie nehme ich Videos auf? Welche Kamera? Welches Mikro? Welche Musik? Wie schneiden?
  • wie verlege ich ein selbstgeschriebenes Buch?
  • wie funktionieren E-books
  • bleibt der Blog oder mache ich nur noch Insta?
  • wie werde ich reich, berühmt und schön ohne Sport, Diät und Beautydoc?

Ihr seht, es gibt viel zu tun, wer hat da schon Zeit für schlechte Laune und jammern? Ich nicht!

Und wenn ihr jetzt auch Lust bekommen habt ein bisschen was zu dekorieren, dann kauft euch ein paar neue Kissen, schöne Blumen und macht es euch schön. Wir können die äußeren Umstände gerade nicht ändern aber wir können unser Zuhause mit schönen Dingen und viel Liebe füllen.

Eure Dani

 

 

Food Rezepte

Granola, ein wiederkehrender Traum und der Himalaya

 

Wer mich kennt weiß, dass ich kein großer Frühstücker bin. Morgens habe ich so gar keinen Hunger und ausser Kaffee geht da nicht viel. Sonntag ist so ziemlich der einzige Tag an dem ich mir Zeit für ein ausgiebiges Frühstück nehme und dann geniesse ich es auch. Da gibt es dann frische Brötchen, Rührei, Obst und Granola. Da ich leider nur ein selbstgemachtes Granola mag muss ich in regelmässigen Anständen Granola auf Vorrat machen. Wobei Vorrat bei uns ein starkes Wort ist, da alles ziemlich schnell weg kommt. Deshalb frühstücke ich Granola nicht nur sondern esse es auch mal zwischendurch oder auch Abends. Hier gilt ganz klar, solange der Vorrat reicht…

Mein Granolarezept ist mein absolutes Lieblingsrezept und reicht für 2 große Vorratsgläser. Da hält es sich auch 3-4 Wochen, theoretisch !

 

 

Granola

2 große Vorratsgläser

2 Backblech

Zutaten:

  • 500 g Haferflocken (zart)
  • 400 g gemischte Nüsse
  • 200 g Kokosflocken
  • 4 Tl Zimt
  • 200 ml Ahornsirup
  • 400 ml Sonnenblumenöl

Zubereitung : 

Backofen auf 180 ° C  Umluft vorheizen. Die Backbleche mit Backpapier auslegen.

Die Nüsse kleiner hacken. Alle trockenen Zutaten mit den Nüssen in eine Schüssel geben und umrühren. Öl und Sirup dazugeben und gut verrühren bis sich die Zutaten verbunden haben.

Auf den Blechen verteilen und ca. 15 Minuten backen. Herausnehmen, umrühren und für weitere 10 Minuten backen. Die Granola sollte nicht zu braun werden, dann wird sie bitter. 

Aus den Ofen nehmen, abkühlen lassen und auf die Vorratsgläser verteilen.

 

Variationen: (1 Portion )

Obst-Joghurt

Zutaten:

  • 150 g Joghurt
  • 150 g Obst (z.B. Melone, Ananas, Kokosnuss)
  • 1 El Granatapfelkerne

Zubereitung:

Obst in kleine Stücke schneiden und mit Joghurt und  Granola in ein Glas schichten. Mit Granatapfelkerne bestreuen.

 

 

Banane-Schoko 

Zutaten:

  • 1 Banane
  • 100- 150 ml Mandelmilch
  • 1 El Zartbitter-oder Vollmilchraspeln

Zubereitung:

Banane schälen und halbieren. Auf einen tiefen Teller geben und mit Granola und Milch servieren. Mit Schokoraspeln bestreuen.

 

 

Gebratenes Obst 

Zutaten:

  • 1 Apfel
  • 10 Trauben (kernlos)
  • 1 Tl Butter
  • 1 Tl brauner Zucker
  • 100 g griechischer Joghurt
  • 1/2 TL Zimt

Zubereitung:

Apfel waschen, entkernen und grob würfeln. Trauben waschen und halbieren. Butter in einer Pfanne zerlassen, das Obst dazugeben und kurz anbraten. Zucker darüberstreuen und ca. 5-7 Minuten bei mittlerer Hitze karamellisieren lassen. Obst mit Granola und Joghurt servieren und mit Zimt bestreuen.

 

 

Ob jetzt Granola gesund ist oder nicht, dass weiß ich gar nicht so genau, aber es schmeckt! Aber Sport ist gesund meistens jedenfalls. Also ich persönlich schau mir lieber Sport an als dass ich ihn selber mache. Letzte Woche war ich in der Liederhalle in Stuttgart und hab mir auf grosser Leinwand die European Outdoor Filmtour angeschaut. Völlig verrückt, was manche Menschen sich trauen und wie fit sie sind. Ich mach Yoga, sonst nix, wandern oder spaziererlaufen langweilt mich und joggen ist viel zu anstrengend. Ich empfinde es als total schön, auf einem Berg zu stehen und die Aussicht und den Kaiserschmarren zu geniessen, es macht aber für mich keinen Unterschied ob ich den Berg raufgewandert oder mit dem Auto gefahren bin. 

Mit 20 hatte ich den Traum, irgendwann einmal in meinem Leben im Himalaya zu wandern vielleicht sogar den Mount Everest zu besteigen. Mit 40 habe ich mich von diesen Traum komplett verabschiedet und für mich beschlossen, der Mount Everest sieht mich nur, wenn da mal eine Gondel steht.

Jetzt sitze ich da gemütlich in der Liederhalle und schaue den jungen Franzosen Eliott Schonfeld zu, wie er den Himalaya von West nach Ost durchquert. An für sich schon mega cool, aber, und hier kommt wieder mein Traum vom Himalaya ins Spiel, sein Wegbegleiter ist sein Pferd Robert! Ich saß da und dachte, natürlich, wie konnte ich nicht selbst darauf kommen, ich muss nicht laufen, ich reite! Okay, Elliot ist nicht geritten, weil das Pferd sein Gepäck getragen hat, aber ich brauch da nicht so viel, da kann ich dann locker reiten. 

Und jetzt, haltet euch fest, ich könnte sogar zum Nordpol und zwar mit Schlittenhunden. Ganz ehrlich, da eröffneten sich auf einmal ganz neue Möglichkeiten und ich kann nicht glauben, dass ich da nicht früher draufgekommen bin!!! Mal wieder ein neuer Beweis dafür, dass man seine Träume auf gar keinen Fall aufgeben soll, man muss nur seinen eigenen Weg finden.

Ihr wißt natürlich jetzt ganz genau was jetzt kommt, ich brauch ein Pferd. Weihnachten steht vor der Tür, ich wünsch mir einfach eins. Aber keinen so einen edlen Lipizzaner sondern einen soliden Lastengaul, der mich safe durch Gebirge bringt. Und ich nenne es Reinhold, zu Ehren von Reinhold Messner.

Dann werden Reinhold und ich den Himalaya stürmen. Vielleicht sollte ich mir noch eine Sauerstoffmaske wünschen, wahlweise für Reinhold oder für mich, falls wir doch mal ausser Atem sind. Und ich brauche noch einen Gutschein vom Decathlon, ich brauch ja neue Klamotten, ich möchte ja auch im Himalaya gut aussehen.

Liebe Leute ich kann euch sagen, das wird ein mega Weihnachten, ich freu mich!

Eure Dani

P.S. Gebt niemals eure Träume auf, niemals! TSCHAKKA!!!!!

 

 

 

 

 

Food Rezepte

Geburtstag, Alter und Kokostorte

 

Letzte Woche hatte ich Geburtstag. Ich bin 48 Jahre alt geworden. Machen wir uns nichts vor, ich rase auf die 50 zu. Auf dem Papier bin ich langsam wirklich alt und inzwischen siezt man mich nicht nur manchmal sondern immer. Und wenn ich das Du anbiete so verfällt das jüngere Gegenüber im Laufe des Gespräches immer wieder zurück in das Sie. Bis jetzt ist im Bus aber noch keiner für mich aufgestanden, allerdings ist es wahrscheinlich der Tatsache geschuldet, dass ich kein Bus fahre. Die Lehrer meiner Kinder sind jünger als ich und meine Ärzte sind alle gefühlt noch im Praktikum. 

48 ist erst mal das was es ist, eine Zahl. Nicht mehr und auch nicht weniger. Darüber nachzudenken, was diese Zahl für einen selber bedeutet ist eine ganz andere Nummer. Bin ich mit 48 alt oder bin ich noch jung genug? Denke ich mit 48 über meine Rente nach und das Leben zieht sich in endlosen Wiederholungen bis ich 65 bin oder bin ich noch jung genug um nochmal durchzustarten?

 

 

Es gibt doch diesen wunderbaren Spruch, ich weiß nicht mehr von wem: „Wir alle haben zwei Leben. Das Zweite beginnt wenn wir realisieren, dass wir nur Eins haben.“

Ich bin mir sicher, dass die meisten von uns es irgendwann zwischen 40 und 50 realisieren und dann weiß man ganz genau, jetzt bloß keine Zeit mehr verlieren, do it now! 

Now ist mein neues Mantra und hätte ich keine so große Angst vorm Tätowieren würde ich mir ein Now tätowieren. Ich backe aber dann doch lieber eine Now- Kokostorte!

 

 

Kokostorte (12 Stück/ Ø 18 cm )

Zutaten:

Böden:

  • 4 Eier
  • 80 g Zucker
  • 170 g Mehl
  • 1 Tl Backpulver 

Füllung:

  • 180 g Butter
  • 450 g Frischkäse
  • 5 El Milch
  • 130 g Puderzucker
  • 100 g Kokosraspeln
  • 100 ml Kokoslikör zum Beträufeln der Böden

Dekor:

  • 400 ml Sahne
  • 2 Päckchen Sahnesteif
  • Lebensmittelfarbe Pink/ Lila
  • essbares Blattgold (Flocken oder Blatt)

Zubereitung:

Teig:

Backofen auf 180 Grad ( 160 Grad Umluft) vorheizen. 2 Springformen (Ø 18 cm) einfetten.

Die Eier trennen. Eigelb mit Zucker schaumig schlagen. Eiweiß mit 2 El Wasser steif schlagen. Das Eiweiß zu dem Eigelb geben, Mehl und Backpulver darauf sieben und alles unterheben. Zur gleichen Teilen in die Springformen geben und ca. 25 Minuten backen ( Stäbchenprobe machen).

Füllung:

Butter schaumig schlagen, Puderzucker dazusieben, Kokosraspeln, Milch und Frischkäse dazugeben und alles kurz rühren, bis sich die Zutaten verbunden haben.

Dekor:

Sahne mit Sahnesteif steif schlagen. Jeweils 4 El abnehmen und in 2 kleine Schüssel geben, mit Lebensmittelfarbe einfärben.

Die ausgekühlten Böden aus der Form nehmen und jeweils mittig einmal durchschneiden. Den ersten Boden mit Kokoslikör beträufeln und 1/3 der Füllung darauf verteilen. Übrige Böden mit der Füllung und dem Likör abwechselnd schichten.

Die Torte mit Hilfe einer Kuchenspachtel mit der Sahne überziehen, nicht glattschreichen. Die eingefärbte Sahne an verschiedenen Stellen der Torte spachteln und mit Blattgold verzieren. Für mindestens 2-3 Stunden oder über Nacht kühlen.

 

In diesem Wort NOW oder halt JETZT ( Englisch war die Goldpappe schneller ausgeschnitten und es hört sich irgendwie schicker an), ist doch alles drin, was man braucht. 

Now bedeutet für mich im nächsten Lebensjahr wieder neue Dinge anzupacken, Altes hinter mich zu lassen und wieder mutiger zu werden. Ich will wieder neue Projekte verwirklichen, mich in Neues stürzen, ohne zu wissen was dabei herauskommt. Ich will mit neuen Problemen fertig werden und daran wachsen. Ich will mein Leben mit ganz vielen Dingen füllen, die ich liebe und die mich erfüllen. 

Und ich will mein eigenes Tempo leben, Pausen machen, wenn ich müde bin, das Gefühl zulassen, dass im Alter alles nicht mehr ganz so schnell geht wie gewohnt und der Körper manchmal zwickt und sagt, pass auf mich auf! Aber solange der Körper zwickt, lebt er noch, also erst mal Tee kochen, eine Runde Yoga machen, ein Buch lesen oder auf die Chakramatte liegen und Löcher in die Decke starren. 

Ich darf das, ich bin 48, ich muss niemanden mehr was beweisen, ich hab schon so viel geleistet, ich kann an blöden Tagen ohne schlechtes Gewissen Nichts tun und wenn ich 8 Stunden Serien schaue, so what?

Ich bin alt genug um zu wissen, dass nach schlechten Tagen auch wieder gute Tage kommen und dass ich es selbst in der Hand habe mein Leben nach meinen Bedürfnissen (und okay, noch dass von meinen Kids) zu gestalten. Now bedeutet nun mal jetzt und die Zeit bleibt ja bekanntlich nicht stehen. 

Ich habe meinen Geburtstagsabend wider Erwartens mit vielen meiner Freundinnen verbracht und das obwohl es unter der Woche war, da ist man in meinem Alter eigentlich nicht lange wach. Wir haben gut gegessen, ein paar Flaschen Wein getrunken und stundenlang gelacht. Als sie alle gegangen sind, dachte ich mir, was für ein genialer Auftakt in ein neues Lebensjahr. Genauso soll es bitte weitergehen, mit Gesundheit, Fröhlichkeit, gutem Essen, Wein und netten Menschen. Was ich selbst dazu beitragen kann werde ich tun und zwar Jetzt!

Und ihr? Was ist mit euch ? Wartet ihr auf die Rente oder wenn die Kinder groß sind? Oder dass das Glück an eurer Tür klopft? Wollt ihr noch loslegen oder denkt ihr, ihr seid schon zu alt? Wollen wir weiter jammern und immer unzufriedener werden, weil wir immer mehr Falten sehen und nicht mehr so leicht vom Sofa kommen? Oder wollen wir uns gegenseitig inspirieren, trösten, wenn wir scheitern und feiern, wenn es gelingt? 

Also, ich bin jetzt 48 und ich habe ganz einfach keine Zeit mehr um Dinge aufzuschieben. Und ihr? Wollt ihr noch Projekte verwirklichen oder euch noch Träume erfüllen? Ja? Wollt ihr? Na dann versucht es, vielleicht genau Jetzt???

Eure Dani

 

 

 

Food Rezepte

Happy Halloween

 

Wenn die Kinder größer werden, ändert sich auch die Art des feierns. Bis vor zwei Jahren war Halloween bei uns noch eine richtig große Nummer. Mit ganz viel Deko und es gab immer eine Halloweenparty und das Haus war voll mit 20 Kindern. Ich liebe diesen morbiden Brauch und mit Kindern macht so ein Fest riesenspaß. Okay, es ist Konsum und okay, es ist nicht gerade gesund mit den vielen Süßigkeit, aber ehrlich, who cares? Wir sind ja inzwischen alle so politisch korrekt, da dürfen doch ab und an Ausnahmen sein!

Wir hatten früher auch schon Kinder eingeladen, die dürften dann nicht kommen, weil die Eltern Halloween für eine Erfindung der Zuckerindustrie hielten und es ihnen zu amerikanisch war. Echt jetzt, hab ich mir gedacht, das Kind darf nicht mit seinen Kumpels Spaß haben, weil die Eltern ihre Prinzipien haben? Nun gut, ich muss nicht alles verstehen was um mich herum passiert. Ich habe es sowieso nicht so mit Prinzipien, meine ändern sich halt ständig. Was ich mit 20 prinzipiell gut fand, fand ich in den 30igern total bescheuert und mit über 40 sehe ich die Welt sowieso ganz anders. Aber Halloween ist geblieben, das mag ich. Nun wollen die Kinder keine Party mehr, sie machen ihr Ding und ich selber komme dieses Jahr auch auf keine, leider. Aber nächstes Jahr schmeiss ich wieder eine, das hab ich mir ganz fest vorgenommen. Und bis dahin begnügen wir uns mit einem schaurig schönen Halloween -Menü.

 

 

 

Rote Bete Suppe

Zutaten:

  • 500 g abgepackte rote Bete
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • 1 Orange (Saft) 
  • 100 ml Sahne
  • 1 Prise Zucker
  • 2 Tl Balsamicoessig
  • etwas Chillipulver
  • Salz

Zubereitung:

Rote Bete aus der Packung nehmen, abtropfen lassen und in grobe Würfel schneiden. Mit der Gemüsebrühe, Orangensaft, Essig und Zucker in einen Topf geben und ca. 10-15 Minuten kochen. Vom Herd nehmen und pürieren. Die Sahne dazugeben und mit Chillipulver und Salz abschmecken. Nochmals kurz aufkochen lassen.

 

 

Schwarze Spaghetti mit Speck-Sahne-Soße

Zutaten:

  • 500 g schwarze Spaghetti
  • 200 ml Sahne
  • 60 g geriebenen frischen Parmesan + Parmesan zum Bestreuen
  • 2 Eier
  • 6 dicke Scheiben Bauchspeck
  • Salz/ Pfeffer

Zubereitung:

Nudelwasser aufsetzten und Spaghetti abkochen. Während die Spaghetti kochen in einer kleinen Schüssel Parmesan, die Eier und Sahne mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Speck würfeln und in einer Pfanne mit Öl kross braten. 

Spaghetti abgießen, in den Kochtopf zurückgeben und mit der Ei-Parmesan-Mischung mischen. Den Speck untermischen und mit Parmesan servieren.

 

 

Schokoladenkuchen

Zutaten :

Teig:

  • 400 g Mehl
  • 50 g Backpulver
  • 350 g Zucker
  • 2 Tl Natron
  • 1/2 Tl Salz
  • 4 El Backkakao
  • 500 ml heißes Wasser
  • 150 ml neutrales Pflanzenöl
  • 30 ml Essig

Glasur:

  • 100 g Zartbitterkuvertüre 
  • 50 g Margarine

Topping:

  • 3 Feigen
  • 80 g grob gehackte Walnüsse
  • 1 El Zucker

Zubereitung:

Backofen auf 180° C Umluft oder 200°C Ober/- Unterhitze vorheizen. Eine Kastenform mit Butter einfetten.

Für den Teig alle trockenen Zutaten in einer Schüssel mischen. Die feuchten Zutaten mischen und zu den Trockenen geben, dabei alles mit einem Schneebesen rühren. In die Kastenform geben und ca. 40-50 Minuten backen. Stäbchenprobe machen, dabei sollte der Kuchen nicht ganz durchgebacken sein. Aus den Ofen nehmen und kurz abkühlen lassen. Kuchenrand vorsichtig mit einem Messer umfahren und aus der Form stürzen. Auf eine Tortenplatte geben.

Für die Glasur Kuvertüre grob hacken und mit der Margarine in einem Topf bei mittlere Hitze auflösen. Über den Kuchen geben.

Feigen waschen, den Stiel wegschneiden und achteln. In einer Pfanne den Zucker auflösen, die Feigen und die Walnüsse dazugeben und und kurz mitbraten bis die Zutaten mit Zucker überzogen sind. Auf dem Kuchen verteilen.

 

 

Ich will noch ergänzen, ich habe gegoogelt und Halloween stammt ursprünglich aus Irland und wurde von Einwanderern nach Amerika gebracht, nicht die Amis sondern die Iren waren das! Und das Wort Halloween stammt vom Wort All-Hallow’s Evening und heißt übersetzt Allerheiligenabend. Nur damit wir hier politisch korrekt bleiben. Und verkleiden tut man sich damit die Toten, die an diesen Abend zurückkehren, abgeschreckt werden und einen nicht als Mensch erkennen. Meint ihr so eine Verkleidung hilft auch bei bösen Menschen oder nur bei Toten? 

Dann könnte ich vielleicht das ganze Jahr über in Verkleidung rumrennen und alle schlechtgelaunten, immer übers Wetter und Kinder (vorzugsweise die vom Nachbar ) jammernde Menschen würden mich nicht mehr ansprechen und versuchen mir meine gute Laune zuverhageln. Und alle politisch Korrekten, Konsequenten und Prinzipienreiter würden mich nicht erkennen und würden einfach an mir vorbeilaufen und andere vollquatschen.

Also Leute, wenn ihr mich das nächste Mal verkleidet im Edeka seht, dann wißt ihr Bescheid , ich habe gute Laune und möchte sie tatsächlich behalten. Wenn ihr mir aber was Fröhliches erzählen wollt, mich umarmen und drücken wollt, dann macht das, denn ihr werdet mich sehen! Und dann, das verspreche ich euch beim Grab unserer im Garten vergrabenen toten Aquarienfische, lade ich euch nächstes Jahr zu meiner Halloweenparty ein.

Und allen, die Halloween gut finden und allen, die Halloween nicht gut finden: Happy Halloween und passt auf die bösen Geister auf, tot oder lebendig!!!

Eure Dani

P.S. Kommen tote Aquarienfische auch zurück?

 

 

 

 

Allgemein

3-Gänge-Herbstmenü und ein Fest der Farben

 

Hallo Herbst!

So, Oktoberfest vorbei, Schluß mit Ramba-Zamba, jetzt wird es gemütlich. Da ist er, der goldene Oktober, wie ich es mir gewünscht habe. Meine absolute Lieblingsjahreszeit! Je kühler es draußen wird desto mehr hat man das Gefühl, die Farben der Natur werden immer wärmer. Auch wenn es uns morgens etwas schwerer fällt in der Dunkelheit aufzustehen, so sieht doch die Welt ein paar Stunden später, wenn die Herbstsonne strahlt, einfach nur magisch aus! Ein Fest der Farben! Da schlägt mein Fotografenherz Purzelbäume!

Und genauso hoch schlug es auch als ich beim Gärtner das bunte Heidekraut sah! Manchmal hilft mir ein bunter Strauß Blumen um schnell meine Stimmung zu heben und die Welt nicht nur grau zu sehen. Man schaut sich die Blumen an und denkt, auch im dunkelsten Grau gibt es Lichtblicke!

 

 

Und wenn es dann abends richtig dunkel wird und man die Blumen gar nicht mehr so gut sieht, dann macht man es sich so richtig gemütlich, kriecht unter seine Decke und hat nicht mal ein schlechtes Gewissen auf dem Sofa rumzulümmeln, was soll man denn schon draußen, ist eh dunkel und kalt!

Mir macht es überhaupt nichts aus abends meine Aktivitäten runterzufahren und mich voll und ganz meinen Büchern und dem Fernseher zu widmen. Und da ich die Doku-Dani bin, schaue ich sämtliche Dokus auf Netflix, Prime, YouTube usw. an, auf die ich im Sommer keine Lust hatte. Jetzt wisst ihr auch, warum ich so schlau bin, schlechtes Wetter tut meiner Allgemeinbildung richtig gut.

Und meinen Geschmacksnerven tut der Herbst auch gut. Kürbis, Feigen, Pilze und so viele andere Vitamine, die man jetzt dringend braucht um gesund durch die nass-kalte Zeit zu kommen. Das zählt doch als Vitamine, wenn die Feige im Quarkauflauf ist, oder nicht? Bestimmt!

 

 

Kürbissuppe mit roten Linsen

Zutaten:

  • 2 El Olivenöl
  • 1 Hokkaidokürbis (ca. 900 g )
  • 1 Zwiebel 
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 rote Paprika 
  • 2 Orangen ( Saft und Abrieb )
  • 1 El Currypulver
  • 750 ml Gemüsebrühe 
  • 300 ml Sahne
  • 200 gr rote Linsen
  • Salz/ Pfeffer

Zubereitung:

Zwiebel und Knoblauch schälen und grob würfeln. Paprika und Kürbis waschen, entkernen und ebenfalls grob würfeln. 

In einen Topf Olivenöl geben, Zwiebel und Knoblauch kurz anbraten. Currypulver dazugeben und alles 2 Minuten rösten. Kürbis und Paprika hinzutun, mischen, kurz mitbraten und mit Saft und Abrieb der Orange und Gemüsebrühe ablöschen. 10 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Die Sahne und die Linsen hinzufügen und nochmals 10 Minuten köcheln. Ein Teil des Gemüses zur Deko herausnehmen und zur Seite stellen. Den Rest pürieren. Suppe in einen Teller geben und mit Gemüse garnieren.

 

 

Salsicciapasta

Zutaten:

  • 600 g Salsiccia ( ca. 6 Stück )
  • 500 g gemischte Pilze oder Champignons
  • 1 Zwiebel
  • 250 g Speckwürfel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 frische Peperoni
  • 1 Bund Basilikum
  • 3 El Olivenöl
  • 6 El Sherry
  • 300 ml Sahne
  • 600 g Spaghetti
  • etwas Parmesan zum Bestreuen
  • Salz/ Pfeffer

Zubereitung:

Pilze putzen und in Scheiben schneiden. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein würfeln. Peperoni waschen, entkernen und in Scheiben schneiden. Basilikum waschen, abtropfen lassen und klein hacken. Die Salsiccia häuten und in Scheiben schneiden.

In einen Topf Olivenöl geben. Salsiccia, Speck, Zwiebel, Knoblauch und Peperoni im Topf anbraten. Die Pilze dazugeben und kurz mitbraten. Mit Sherry und Sahne ablöschen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Bei mittlerer Hitze ca. 5 Minuten köcheln lassen.

Die Nudeln abkochen. 1 Schöpflöffel Nudelwasser zur Salsicciasoße geben, nochmals abschmecken und die abgegossenen Nudeln dazugeben. Alles gut durchmischen und mit Parmesan und Basilikum bestreuen.

 

 

 

 

Quarkauflauf mit Feigen:

Zutaten:

  • 500 g Magerquark
  • 2 Eier
  • 1 Päckchen Puddingpulver Vanille
  • 250 ml Milch
  • 8 Feigen
  • 100 ml Wasser
  • 1/2 Tl Zimt
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • Butter zum Einfetten der Förmchen ( 6 Stück )
  • Puderzucker zum Bestreuen 

Zubereitung:

Backofen auf 180° C Umluft oder 200° C Ober-/ Unterhitze vorheizen. Die Förmchen einfetten. 

Feigen waschen, den Stiel entfernen. 3 Feigen vierteln und für die Deko zur Seite stellen. Restliche Feigen klein würfeln. Feigen in einem Topf mit Wasser, Zimt und Vanillezucker geben und bei mittlerer Hitze ca. 5-8 Minuten einkochen. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

Quark, Eier, Puddingpulver und Milch mit einem Handrührgerät verrühren. Die eingekochten Feigen dazugeben und mit einem Spaten unterheben. Auf die Förmchen verteilen. Im Ofen ca. 25 Minuten backen. Herausnehmen, mit Feigenvierteln dekorieren und mit Puderzucker bestreuen. Auf jeden Fall noch warm essen!

 

 

Dann wünsche ich euch wunderschöne Herbsttage und ihr wisst ja, es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur die falsche Einstellung! Statt Freibad gibt es jetzt die gemütliche und warme Badewanne, statt Grillen gibt es jetzt Eintopf für die Freunde, wir sitzen nicht mehr draußen auf der Terrasse sondern muckelig auf dem Sofa und wir können uns jetzt gemütlich umarmen und kuscheln ohne vor Hitze aneinander festzukleben. 

Also Ofen an, Tee in die Hand, die Decke über den Kopf und macht es wie die Natur, werdet ruhiger, langsamer und das weiß jeder Igel,  fresst euch den Winterspeck an. Okay, die Geschichte mit dem Speck muss nicht unbedingt sein, aber der Rest!!!

Eure Dani