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Nachos überbacken und Filmtipps

 

Jetzt haben wir wieder Wochenende und es ist wieder Samstag. Ein Samstag von vielen, an dem sich die Frage erübrigt: „Was macht ihr heute Abend“?

Vor Corona war das eine Frage, die mich oft gestresst hat. Es gab nie ein Wochenende, an dem wir nicht irgendwo eingeladen waren, Sportveranstaltungen von den Kindern stattfanden, irgendjemand hatte immer Geburtstag oder irgend ein öffentliches Fest war im Gange. 

Ich empfand mich schon immer als sehr privilegiert, ein Leben mit vielen Freunden führen zu dürfen, es war schön Samstags nach Stuttgart zum Flohmarkt oder zum bummeln zu fahren, in der Vorweihnachtszeit mit meinen Mädels 2 Tage in München zu genießen oder das örtliche Weinfest, Konzerte und Weihnachtsmärkte zu besuchen. 

Aber der Kalender war immer voll und ich hab mir immer gewünscht, eine Auszeit zu haben, mich nicht ständig zwischen Unternehmungen zu entscheiden und mal einen Gang runterzuschalten. Wie heisst es so schön, man muss aufpassen, was man sich wünscht, es könnte in Erfüllung gehen. 

Tja und jetzt haben wir den Salat. Eingeschränkt und auf uns selbest zurückgeworfen. Leere Terminkalender, ab und zu mal eine Freundin treffen, Sorgen um die Gesundheit, finanzielle Einbußen. Auch nach fast einem Jahr Corona, wache ich morgens auf und denke, dass passiert doch nicht wirklich, dass passiert doch nicht mir und meinen Kindern wirklich, dass ist doch alles ein schlechter Film. 

Was soll’s, wir können es gerade nicht ändern also machen wir das Beste daraus, ist eigentlich einer meiner Lieblingssätze in der Pandemie, aber ganz ehrlich, langsam kann ich ihn auch nicht mehr hören. Wir leben in besonderen Zeiten und wenn ich was in diesem Jahr der Pandemie gelernt habe, dann ist es tatsächlich, das Beste daraus zu machen. Jetzt ist die Zeit, da so ein Satz nicht nur eine Floskel ist, sondern er wird gelebt. Und so sehr es mir auf die Nerven geht, nur so halb leben zu dürfen, so wenig schlechtes Gewissen hatte ich noch nie beim Netflixen oder anderen sinnfreien Tätigkeiten. Ich hab ja Zeit, das ganze Wochenende, den ganzen Abend, die ganzen Ferien. 

Und damit wir dann auch ein bisschen Kinofeeling bekommen (Kino fehlt mir persönlich unendlich), machen wir heute Nachos und danach gibt es noch paar meiner Lieblingsfilme.

Überbackene Nachos, vegetarisch (4 Personen)

Zutaten:

  • 300 g Tortillachips (Paprika/mild)
  • 100 g Mozarella gerieben
  • 50 g Emmentaler gerieben
  • 150 g Cheddar gerieben
  • 200 g Sauerrahm
  • 200 g Cherrytomaten
  • 1 rote Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Zitrone
  • 1 Avocado
  • 1-2 El Jalapenos
  • 1/2 Bund Petersilie
  • Salz/ Pfeffer

Zubereitung: 

Backofen auf 200° Grad Ober-/ Unterhitze vorheizen. 

Tomaten waschen und je nach Größe halbieren oder vierteln. Zwiebel und Knoblauch schälen und würfeln. Zitrone auspressen. Tomaten, Zwiebel, Hälfe des Knoblauchs und der Zitrone in einer Schüssel geben, salzen, mischen.

Avocado entkernen, mit einen Löffel herausholen, mit einer Gabel zerquetschen, salzen und mit der restlichen Zitrone beträufeln. Sauerrahm mir dem restlichen Knoblauch mischen. Petersilie waschen und grob hacken.

Tortillas auf ein mit Backpapier belegtes Backblech verteilen. Jeweils die Hälfte der Tomaten, der Avocado und des Sauerrahms über die Tortillas geben. Mit dem Käse bestreuen und für ca. 15-20 Minuten in dem Ofen backen.

Restliche Tomaten, Avocado und Sauerrahm auf die überbackene Nachos geben und mit Petersilie bestreuen.

Und jetzt noch ein paar völlig subjektive 

Filmtipps:

  • Soul / schönster Zeichentrickfilm und sooo gut und sooo wahr.
  • Blinded by the light / für alle Kinder der 80ger, mit viel Musik, schrägen Outfits und Locken. Und dann auch noch nach einer wahren Geschichte. Musste vor lauter Nostalgie voll heulen.
  • Das Leben ist ein Fest / Französischer Film, ist auch genauso wie sie halt sind, die französischen Filme, fängt klaumakig an und hat das schönste Ende ever. Musste wieder heulen, weil so schön.
  • Der Aufstieg/ auch französisch, ebenfalls wahre Geschichte, lustig und Wahnsinn, was ein normaler Mensch leisten kann, wenn er nur will.
  • Plötzlich Papa/ letzter französischer Filmtipp (hätte aber durchaus noch welche)/ Gott hab ich geheult und gelacht und mir hat es Herz nicht nur einmal zerrissen, rührend und bezaubernd, Tragik und Komik meisterhaft vereint
  • Highway to Hellas/ deutscher Film, ich fand ihn superlustig, halt meine Art von Humor
  • Enkel für Anfänger/ deutsch, super voraussehbar aber ebenfalls lustig, mit einem grandiosen Heiner Lauterbach
  • The Imitation Game/ spannend und dramatisch und ich bin halt Fan von Benedict Cumberbatch
  • Der wunderbare Garten der Bella Brown/ ruhig und poetisch
  • Das erstaunliche Leben des Walter Mitty/ den liebe ich so, so arg, weil er so viel Sinn macht
  • Captain Fantastic/ Vater von 6 Kindern lebt in der Wildnis und muss dann zurück in die Zivilisation, lustig, traurig, unterhaltsam

und für alle Frauen, die diesen Film noch nicht gesehen haben, falls es sie echt noch gibt

  • Eat, Pray, Love/ geht mir so ans Herz obwohl ich in gefühlt 300 000 Mal gesehen hab.

Ich hoffe, es ist vielleicht was für euch dabei, über Filmgeschmack kann man natürlich streiten. Auf mich wartet heute ein bisschen Haushalt, bisschen Deko, ein Sachbuch über Egoismus und zur Entspannung schaue ich meine neue Serie, Lupin, an. Hab ich gestern angefangen und finde sie echt spannend. Bin aber mal wieder, wie so oft in letzter Zeit, auf dem Sofa eingeschlafen. Aber es läuft mir ja gerade nichts weg und verpassen tue ich auch nichts, nicht wahr?

Habt ein schönes Wochenende und macht das Beste daraus!

Eure Dani

 

Food

Upside – Down – Orangenkuchen

 

Ich muss gestehen, seit es Corona gibt, habe ich keine rechte Lust zum einkaufen. Wer hat das schon! Der positive Nebeneffekt ist aber, dass ich natürlich viel bewusster und fokussierter einkaufe und mir zweimal überlege ob ich wirklich einkaufe oder nicht doch noch irgendwas aus meinen im Haus vorhandenen Lebensmittel zaubern kann. Das führt dann auch dazu, dass ich meine Resteverwertung ebenfalls optimiert habe und kaum noch was wegschmeiße.

Und weil die Welt schon seit einer ganz schön langen Zeit Kopf steht, machen wir heute auch einen Upside-Down-Orangenkuchen. Orangen habe ich immer zuhause und manchmal sind sie ganz schnell weggefuttert oder gepresst und manchmal stehen sie halt ewig rum. Da ist dieses Rezept ganz wunderbar. Keine exotischen Zutaten, einfach, schnell, solide und wandelbar.

Ihr könnt natürlich auch andere Obstsorten nehmen, irgendwas, was halt wegmuss. Oder ihr habt noch eine Dose Ananas im Vorratsschrank, super, geht natürlich auch.

Dann legen wir mal los!

Upside-Down-Orangenkuchen 

runde Springform 24-26 cm Durchmesser

Zutaten:

  • 3 Orangen
  • 250 g weiche Butter
  • 200 g brauner Zucker
  • 5 Eier
  • 200 g Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 1 Tl Natron
  • 100 g gemahlene Mandeln
  • 3 El Milch
  • etwas Butter zum Einfetten der Form

Sirup

  • 1 Orange (Saft)
  • 1 El Zucker

Zubereitung:

Backofen auf 180° Grad Ober-/ Unterhitze vorheizen. Backformboden mit Backpapier auskleiden und den Rest mit Butter einfetten.

Orangen schälen und in dünne Scheiben schneiden. Den Boden der Form überlappend mit den Orangen belegen bis er vollständig bedeckt ist. Mit 1 El Mehl bestäuben.

Für den Teig restliches Mehl, Backpulver, Natron und Mandeln gut mischen.

Butter und Zucker in eine Schüssel geben und mit dem Handrührgerät oder Küchenmaschine schaumig schlagen. Die Eier einzeln dazugeben und weiterschlagen, bis eine homogene Masse entsteht. 

Die trockenen Zutaten hinzufügen und kurz rühren. Die Milch zu dem Teig geben und ebenfalls kurz unterrühren.

Den Teig über die Orangen in die Springform geben und ca. 45 Minuten backen (Stäbchenprobe machen). Aus dem Ofen nehmen und vollständig abkühlen lassen. 

In der Zwischenzeit Saft einer Orange und Zucker in einen Topf geben und unter Rühren aufkochen lassen bis sich der Zucker aufgelöst hat.

Den Kuchen stürzen und mit dem Sirup tränken.

Ich habe zum Kuchen noch Sahne gemacht und mit den übrigen, geschnittenen Orangenstückchen und Klecks Sahne dekoriert.

Nun wünsche ich euch eine schöne Woche und lasst euch von dem grauen Wetter nicht runterziehen, backt lieber einen leuchtenden Orangenkuchen und macht es euch gemütlich. 

Eure Dani

 

 

Food Rezepte

Weihnachtsmenü vegetarisch

 

Weihnachten steht schon langsam vor der Tür und irgendwie steht meine Vorfreude auf Weihnachten auch noch vor der Tür. So richtig weihnachtlich fühle ich mich noch nicht, liegt vielleicht am mildem Wetter oder an Corona, ich weiss es nicht. Obwohl ich für meine Verhältnisse schon recht früh einen Baum hatte, etliche Bleche mit Plätzchen gebacken hatte (alle weg, natürlich) und auch schon den einen oder anderen Glüh-Lillet (mit mir alleine, aber auch alles weg) getrunken habe, es ist halt anders, die Vorweihnachtszeit. 

Ich hätte nie gedacht, dass mir das ganze Brimborium vor Weihnachten tatsächlich fehlt. Aber so ganz ohne Weihnachtsmarkt, den heiligen Morgen mit meinen Freunden, Kirche am Nachmittag  und Christbaumloben ist es echt der halbe Spaß oder nicht? Ich glaube sogar, mir fehlt der vorweihnachtliche Stress, kaum zu glauben! Ich sehne mich gar nicht an Weihnachten endlich auszuspannen, ich bin entspannt.

Ich kann nicht mal „Last Christmas“ hören ohne gleich loszuplärren! Last Christmas hatte ich morgens ein Getränk in der Hand, trällerte mit meinen Freunden Weihnachtslieder und hoffte, rechtzeitig den Absprung zu schaffen, damit ich noch meine Gäste zum Abendessen bewirten kann.

 

Dieses Jahr ist alles anders und auch wenn es schmerzt, wir lassen uns nicht unterkriegen! Es wäre doch gelacht, wenn ich nicht auch alleine ´ne Flasche Lillet schaffe und auch das mit dem Tiramisu, kann ich alleine, wenn es denn sein muss. 

Mein Vorschlag für dieses Jahr :(4-6 Personen)

Chicoréesuppe mit Nusscroutons 

vegetarisches Shepards Pie

Nougat-Tiramisu (am Vortag zubereiten)

Chicoréesuppe und Croutons

Zutaten Suppe:

  • 5 Chicoree
  • 1 Zwiebel
  • 2 Karotten
  • 500ml Gemüsebrühe
  • 50ml Orangensaft
  • 200ml Sahne + etwas Sahne zum dekorieren
  • 100g geriebener Parmesan
  • Öl zum Anbraten
  • Salz/ Pfeffer

Zutaten Croitans: 

  • 2 Scheiben Brot
  • 50g gehackte Walnusskerne
  • 1 El Pflanzenöl

Zubereitung:

Für die Suppe Chicoréestrunk keilförmig herausschneiden und den Rest grob würfeln. Karotten und Zwiebel schälen, ebenfalls würfeln. Öl in einem Topf erhitzen, Karotten, Chicorée  und Zwiebel kurz andünsten, mit Brühe ablöschen und 15 min köcheln lassen. Fein pürieren. Orangensaft, Käse und Sahne dazugeben, alles kurz aufkochen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Nusscroutons:

Brot in Würfel schneiden. Öl in einer Pfanne erhitzen, Brot und Nüsse dazugeben und ca. 3 min anbraten.

Suppe mit einen Klecks Sahne und den Croutons servieren.

 

 

Shepards pie

Zutaten:

  • 4 Karotten (ca.350g)
  • 600g Pilze
  • 1 Dose braune Linsen (Füllmenge 400ml)
  • 1 Zwiebel
  • 2 El Tomatenmark
  • 2 El Mehl
  • 100 ml Rotwein
  • 200ml Gemüsebrühe
  • 1 kg Kartoffel (weichkochend)
  • 150g griechischer Joghurt
  • 2 El Butter
  • Salz/ Pfeffer/ Muskatnuss

Zubereitung:

Backofen auf 200 Grad Ober-/ Unterhitze vorheizen.

Kartoffeln, Karotte und Zwiebel schälen und grob würfeln. Pilze putzen und  vierteln, Kleine halbieren. Linsen abtropfen lassen. Kartoffeln in einem Topf mit Salzwasser gar kochen. In der Zwischenzeit in einer Pfanne Zwiebel und Karotten in etwas Öl leicht braun anbraten. Pilze kurz mitschwenken. Tomatenmark dazugeben, kurz anrösten. Mehl dazugeben ebenfalls anrösten. Mit Wein und Brühe ablöschen. Aufkochen, Linsen dazugeben und alles ca.5 min köcheln. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. In eine Auflaufform geben.

Kartoffelnwasser abgießen, Joghurt und Butter dazugeben und mit einem Kartoffelstampfer stampfen. Mit Salz/ Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. Auf das Gemüse in der Auflaufform verteilen, mit etwas Öl beträufeln und ca. 30- 40 min goldbraun backen.

Nougat-Tiramisu  (Form: 25cm x 25cm)

Zutaten:

  • 250g Löffelbiskuit
  • 100ml Haselnusslikör (z.B. Baileys)
  • 300g Nussnougatcreme
  • 250g Mascarpone
  • 400g Ricotta
  • 250ml Sahne
  • 50g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • Backkakao/ Handvoll gehackte Nüsse / Zweige/ Dekokugeln

Zubereitung:

Sahne steif schlagen. Mascarpone, Ricotta, Zucker und Vanillezucker kurz aufschlagen bis sich alles verbunden hat. Sahne unterheben. Nussnuogatcreme in der Mikrowelle kurz erhitzen bis sie flüssig wird. In einen tiefen Teller den Likör geben, das Löffelbiskuit darin kurz tauchen und in eine Form schichten. Die Hälfte des Nougats darauf verteilen. Die Mascarponecreme auf den Nougat geben und verteilen. Die nächste Schicht gleich schichten. Backkakao mit einem Sieb auf das Tiramisu geben und in die Ecke der Form einen Baum dekorieren. Am besten über Nacht kaltstellen.

Jetzt kann das Weihnachtsfest kommen, nicht wahr? Es wird vielleicht nicht ganz so wie wir es gewohnt sind aber dass heisst ja nicht, dass es schlechter wird. Besinnen wir uns auf dass, was es eigentlich ist, ein Fest der Liebe. 

Ich wünsche euch allen fröhliche Weihnachten, bleibt gesund, passt auf euch und auf andere auf und macht es euch so schön wie nur möglich.

Eure Dani

 

 

 

 

 

 

Food

Ramen- vegan oder mit Ei oder mit Fleisch

 

Ich bin immer auf der Suche nach Rezepten, die schnell gehen aber auch alle meine Familienmitglieder zufriedenstellen. Ist ja nicht so einfach im Hause Löffler! Unsere Vorlieben beim Essen sind genauso verschieden wie auch wir als einzelne Familienmitglieder nun mal sind. Oft sitze ich da, schaue ich meine Kinder an und denke, sind die echt von mir? Und wäre ich nicht bei der Geburt sowas von dabeigewesen, ganz ehrlich, ich würde es teilweise gar nicht glauben und dass meine ich nicht nur im negativen Sinne, schließlich machen meine Kinder vieles schon viel besser als ich!

Jetzt könnte man natürlich sagen, gegessen wird, was auf den Tisch kommt, mache ich natürlich auch oft genug, geht ja auch meist nicht anders. Dennoch ist es viel schöner, wenn alle zufrieden sind und das Essen schmeckt. Ich verwöhne meine Familie sehr gerne, allerdings muss sich der Aufwand auch in Grenzen halten. 

Und da hab ich vor ein paar Wochen Ramen für uns entdeckt. Und nachdem die vegane Version (mit Ei als Einlage) bei uns begeistert gegessen wurde, habe ich das Rezept so umgebaut, dass es für alle Familienmitglieder passt. 

Ramen kann man unendlich kombinieren. Jegliche Art von Gemüse geht genauso wie ganz viele Fleischarten. Ihr könnt euch nach Lust und Laune ausprobieren. In meinem Fall habe ich die Pilze als erstes angebraten, da nur wir Erwachsene Pilze mögen, sie dann aus der Pfanne genommen und später einfach dazu gereicht. Das Fleisch habe ich in einer separaten Pfanne gemacht. Man kann bei Ramen alles einzeln machen und später nimmt sich jeder was er mag oder man kann auch alles von vornherein kochen. Wie schon gesagt, jeder wie er mag. 

Ramen Grundrezept (4 Personen)

Zutaten:

  • 250 g Ramen (oder Mienudeln oder Spaghetti )
  • 2 Pak Choi
  • 2 große Karotten
  • 150 g Champignons 
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Stück Ingwer (daumengroß)
  • 3 El Sojasoße 
  • 2 El Sesamöl
  • 1 l Gemüsebrühe
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 1/2 Bund Petersilie oder Koriander
  • 1 El Sesam

Einlagen (separat)

  • 4 Eier oder
  • 4 Schweinebauch / Sesamöl zum Anbraten / 1 l Gemüsebrühe oder Rinderfond/ 2-3 El Sojasoße / Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Pak Choi in einzelne Blätter teilen, große Blätter mittig durchschneiden und waschen. Karotten schälen und in Streifen schneiden. Zwiebel, Knoblauch und Ingwer schälen und würfeln. Champions putzen und vierteln. Frühlingszwiebel waschen in Ringe schneiden. Petersilie waschen und grob hacken. 

Ramen nach Packungsanweisung zubereiten. 

Sesamöl in eine tiefe Pfanne geben, Zwiebel, Karotten, Pak Choi, Champignons , Knoblauch und Ingwer kräftig anbraten. Mit Brühe und Sojasoße ablöschen und 10 Minuten köcheln lassen. Mit Salz und Pfefer abschmecken. Ramen und Gemüse in einen Teller oder Schälchen geben und mit Frühlingszwiebeln, Petersilie und Sesamöl servieren.

Einlagen:

 

Eier ca. 6 Minuten im kochenden Wasser kochen, mit kaltem Wasser abschrecken, schälen und zu den Ramen reichen.

 

Falls ihr Fleischesser seid, dann könnt ihr das Fleisch gleich mitmachen, indem ihr das Fleisch in Sesamöl scharf anbratet und dann zur Seite stellt. Das Gemüse wie oben beschrieben zubereiten, mit Rinderfond und Sojasoße ablöschen, das Fleisch wieder in die Pfanne geben und 10 Minuten köcheln lassen. 

Oder ihr bratet das Fleisch in einer separaten Pfanne an, löscht es mit Rinderfond und Sojasoße ab und lässt es 10 Minuten kochen. Abschmecken und zu den Ramen reichen.

Ihr seht also, es ist für jeden was dabei und ich bin wieder die tollste Mutter aller Zeiten, zumindest bis zum nächsten Essen, wenn wieder gegessen wird, was auf den Tisch kommt. 

Ich werde mich nun für den Rest des Tages in mein Studio verkriechen und lauter langweilige Dinge erledigen, wie meine Handydaten auf den Pc übertragen und sichern, Pc- Speicher auf Vordermann bringen, Daten sichern, mit der Steuererklärung anfangen. Gibt echt Schöneres an einem sonnigen Novembertag aber hilft ja alles nix. Um mich heute zu motivieren kaufe ich mir nachher noch ein Stück Kuchen, mach eine Kanne Tee und höre Podcast. Und nach getaner Arbeit werde ich mich auf meine Chakramatte werfen, danach ein Gläschen Rotwein trinken und mich auf morgen freuen, denn da darf ich dann wieder machen was mir Spaß macht, nämlich mit der Weihnachtsdeko anfangen!

Bleibt gesund und lasst es euch so gut wie möglich gutgehen!

Eure Dani

Allgemein

Geburtstag und Corona

 

So meine Lieben, jetzt ist die erste Woche des Lockdown-Light auch schon wieder vorbei und ich hatte am Wochenende Geburtstag. Aus gegebenen Umständen hatte ich natürlich keine Party, was ein bisschen seltsam für mich war, denn ich weiß gar nicht mehr, wann ich den letzten Geburtstag ohne meine Mädels gefeiert habe. Muss schon 30 Jahre her sein!

Wie jedes Jahr, kurz vor meinem Geburtstag, ziehe ich mich ein wenig zurück und denke über mein vergangenes Lebensjahr nach. Ich ziehe Bilanz, was war gut, was war nicht so gut, was könnte ich besser machen! Während ich letzten November ganz zuversichtlich und voller Vorfreude in mein neues Jahr gestartet bin, haben sich im Laufe des Jahres alle beruflichen Pläne zerschlagen. Und dann geriet nicht nur meine kleine Welt aus den Fugen, sondern die ganze Welt, also der ganze, komplette Planet!

Und je länger Corona anhielt, desto seltsamer wurde die Welt um mich herum. Während ich mir am Anfang noch ganz viele Gedanken gemacht habe und viel mit anderen Menschen über Corona diskutiert habe, versuche ich es inzwischen weitgehend zu vermeiden. Wenn man mit 10 Menschen über Corona redet, kommen 10 verschiedene Meinungen dabei heraus und jeder fühlt sich im Recht. Aber jeder hat nun mal eine andere Sicht auf die Welt, die geprägt ist von den Umständen in denen man lebt, von vergangenen Erfahrungen und dem Charakter.

Ich bin überzeugt davon, dass Corona Ängste und Unsicherheiten und den Umgang damit nur noch verstärkt. Wenn jemand vor Corona schon ängstlich war und sich ständig Sorgen gemacht hat, dann wird er jetzt nur noch ängstlicher. Menschen, die alles unter Kontrolle haben wollen und ihr Leben gerne planen, verstehen die Welt nicht mehr und können mit der neuen Unsicherheit gar nicht umgehen. Die, die dagegen sind, gegen was auch immer, waren schon vor Corona dagegen und hatten schon vorher das Gefühl, dass das Leben ungerecht ist und sie eigentlich gar nichts dafür können. Und dann gibt es noch die, die versuchen, das Beste aus der Situation zu machen, die plötzlich Chancen entdecken, für sich, für die Umwelt, die kreativ werden, neue Wege suchen und trotzdem gute Laune haben. Ich meine das alles gar nicht wertend, den jeder hat nun mal eine andere Ausgangssituation.

Aber ich kann noch so viel diskutieren, am Ende läuft es auf das Eine hinaus, ich suche mir meinen Weg und gehe noch mehr in die Eigenverantwortung für mein Leben. 

Da mein soziales Leben, genauso wie bei ganz vielen Menschen, relativ brach liegt, habe ich genug Zeit um nachzudenken. Da keiner weiß, wie lange Corona noch existiert, bleibt einem nichts anderes übrig, als sich auf das Jetzt zu konzertieren. Ich stehe jeden Morgen weiterhin gutgelaunt auf und freu mich wie Bolle auf den Tag. Corona ist jeden Morgen da, ob wir jetzt gute Laune haben oder nicht. Ich lese Bücher über neue Visionen für die Zukunft und  über nachhaltiges Leben, denn da kann ich aktiv mitmachen. Ich höre Podcast von Menschen, die Chancen in der Zukunft sehen, überlege mir Projekte und Locals, die unterstützen kann. Und glaubt mir, wenn ihr das auch macht, geht es euch danach viel besser! Da die Adventszeit auch schon vor der Tür steht, kann ich euch die nächsten Wochen mit Wohlfühlrezepten und Dekoideen versorgen, damit ihr es daheim schön habt, aber mit welcher Laune ihr morgens aufsteht und wie ihr die Coronazeit nutzen wollt, ist euere eigene Entscheidung!

Jetzt ist die Zeit um nachzudenken, was oder wen man in seinem Leben braucht und sich von Sachen (oder auch von Menschen) zu trennen, die einem nicht gut tun oder weiterbringen. Ich lasse keine negativen Vibes an mich ran, ich brauche meine Energie für andere Dinge. Ich habe schon immer ein unerschütterliches Vertrauen in das gute, kreative und schöne im Menschen und in das Leben, und ich werde einfach weiter daran glauben. 

Ich kann Corona nicht wegzaubern, ich kann die Welt nicht gerechter machen und ich kann vieles was geschieht nicht besser machen. Aber ich kann locker mein Ego ablegen um mich in meine Mitmenschen zu investieren, ich kann respektvoll mit Menschen umgehen, die gerade Angst haben, mich solidarisch zeigen um Kunst, Kultur und das Gaststättengewerbe zu unterstützen. 

Ich vermisse es auch in den Urlaub zu fahren, ich vermisse es zu feiern, ich vermisse andere in den Arm zu nehmen und ich vermisse es mit meinen Mädels um die Häuser zu ziehen. Aber die Zeit wird wieder kommen, da bin ich mir sicher, weil es immer so ist und bis dahin arbeite ich an mir und nutze die Zeit um anderen zu helfen. 

Und ja , ich hatte einen tollen Geburtstag, ganz gemütlich, ganz unspektakulär, mit den Menschen, die ich so sehr liebe, mit meiner Familie und ich war erfüllt von tiefster Dankbarkeit sie an diesem Tag gesund und munter bei mir zu haben.

Ich schließe nun meinen Monolog mit einem meiner Lieblingssprüche (von Mutter Teresa) ab:

Wenn du die Welt verändern willst, dann geh nach Hause und liebe deine Familie!

Und wenn wir nun alle genau das tun, dann schaffen wir bis Weihnachten den Weltfrieden! Ganz bestimmt! Es ist nun mal eine Zeit, die wir und die ganze Welt so noch nicht erlebt haben. Lasst euch die Lebensfreude nicht nehmen, hört auf zu meckern und zu jammern, es bringt nur kurzfristig was, werdet kreativ und helft mit, Freude in eurer Leben und das eurer Mitmenschen zu bringen. Wir müssen gerade alle durch diese komische Zeit durch, aber es liegt an euch, wie ihr durch diese Zeit kommen wollt!

Eure Dani